Mein erster Triathlon - Der Schnuppertriathlon in Darmstadt Arheilgen (Mühlchen)

Es galten die Distanzen von 400 m Schwimmen, 16 km Rad und 4 km Laufen zu meistern.
Eines sei schon mal vorweg erwähnt. Es war eine super gelungene Veranstaltung. Das Orgateam sei hier besonders erwähnt. Klasse gemacht!!! Ein wenig Bammel hatte ich schon vor diesem Ereignis. Fast 2 Jahre kein Schwimmmeter mehr und das Radfahren ist auch nicht gerade meine Stärke. Aber nach ein paar Schwimm-Trainings-Meter sollte ich gleich nach 5 Meter ertrinken.

Los ging es für meine Startgruppe um 11:00. Nachdem ich den Temperatur- und Agregatwechel von Luft und Wasser überwunden hatte, versuchte ich mich bis zum Startschuß über Wasser zu halten. So einfach ist das auch nicht, wenn einem der Grund unter den Füßen fehlt :-) Wie gesagt, Bammel hatte ich schon etwas, und aus diesem Grunde reihte ich mich dann auch ganz brav in die letzte Reihe ein. Das war mein größter Fehler, den ich an diesem Tage machen sollte. Die ersten 5 Meter brustete ich dann so vor mich hin und sah mir an, was denn so meine Konkurrenten machen. Ups, so schnell waren die ja alle gar nicht, dachte ich bei mir. Ich beschloss dann gleich auch meine Schwimmart der Mehrheit anzupassen. Nach 3-5 Zügen war ich dann gleich in mitten von tretenden und um sich schlagenden Beinen, Armen und sonstigem Getier. Außerdem verlor ich sofort die Orientierung und mußte laufend einen Kurswechsel steuern. Zum Glück war ich nicht der einzigste orientierungslose Wasserbalettschwimmer. Leider stellte ich auch fest, dass, wenn man ungewollt trinkt, die Atemwege und der Magen nicht so ganz davon begeistert sind. Ich beschloß dann wieder die etwas ruhigere Gang bzw. Schwimmart zu wählen. Obwohl ich den Rest im Brustschwimmen absolvierte, bin ich doch recht früh aus dem Wasser.

Nun kam die 4. Disziplin, die mir bis jetzt verschwiegen wurde: Wo sind meine Sachen???? Das sah doch vor einigen Stunden noch alles ganz anders aus *grübel*. Das Umziehen ging dann aber, bis auf das wiederspenstige Laufshirt, ganz gut. Mein Rad habe ich nur an der grßnen Trinkflasche erkannt. Das muß beim nächstenmal auch anders werden. Vielleicht hätte ich die ganzen Fähnchen aus meiner Kindheit sammeln sollen:-( Die Radstrecke war dann das, was man sich so unter den Wald- und Wanderwegen nach einer Gewitternacht so vorstellt. Matschig, rutschig und mit sehr vielen scharfen Abzweigungen gespiekt. Die ersten und die letzten Kilometer waren aber auf Asphalt zu absolvieren.
Nach dem Motte: Wer bremst verliert, hatte ich in einer Abzweigung auch fast Kontakt mit am Straßenrad geparkten Autos. Ich lieferte mir ein packendes Duell mit einem Nichtvereinsmitglied und machte mir über das gleich folgende Laufen so meine Gedanken. Wie sollte ich mit dem Gefühl, das sich jetzt in meinen Oberschenkeln einstellte noch einen einzigen Kilometer laufen können???? Egal, ich mußte dran bleiben. Also Kette rechts und ab. *pust*

Soch, nun zu meiner Paradedisziplin. Mein Radkonkurrent konnte sich mit einem knappen Vorsprung in die letzte Wechselzone retten und hatte ca. 50 Meter Vorsprung als ich die Wechselzone verließ. Jetzt den Turbo raus und los ging es. Im warsten Sinne des Wortes. Was man so alles überholen kann ist ja unglaublich. Obwohl ich merklich schmerzende Seitenstiche hatte, lief es flott vom Fuße. Auf der Laufstrecke kam es mir so vor, als hätte ich jede Ecke 100 mal gesehen. Irgendwie war das dann wohl auch so. Beim Wahrnehmen des Stadionsprechers wichen meine Seitenstiche der Erschöpfung. Ich war froh, es gleich geschafft zu haben. Obwohl ich die letzten Meter vor dem Ziel hasse, wenn diese sich in Form einer halben Stadionrunde darstellen, konnte ich mein Tempo halten und war über eine 16:50 für 4 Kilometer doch einigermaßen überrascht.

Das war mit Sicherheit nicht mein letzter. Es gibt noch genügend Dinge, an denen gefeilt werden kann. Erst, wenn es nichts mehr zu feilen gibt, suche ich mir die nächste Herausforderung...

Wie wäre es mit Golf?????

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