Das Land der 1000 Seen

so kam uns der Sommerurlaub dieses Jahr im Allgäu und Karwendel vor.

Wir brachen nach einer Familienfeier nachmittags Richtung Allgäu auf und übernachteten angekoppelt an dem nicht weit von Wertheim entfernten Campingplatz. Der Campingplatz bietet Camper mit Caravan ein angekoppeltes Übernachten an, was hauptsächlich von Holländern auf der Durchreise in den Süden wahrgenommen wurde.

Am nächsten Morgen starteten wir gestärkt unsere Weiterfahrt an. Allein die nur noch 375 zu fahrenden Kilometer stimmte uns heiter. Und die Wetteraussichten für die nächsten 10 Tage waren bombastisch.  Mittags erreichten wir den Campingplatz in Rieden am Forggensee, richteten uns ein und sprangen sofort auf die Räder, um erstmal die Gegend zu erkunden. Schließlich sind es 13 Jahre her, als wir das letzte Mal im Ostallgäu waren. Schon auf dem Weg in das nur 8 km entfernte Füssen, entdeckten wir mehrere frei zugängliche Badestellen und hier und da Café´s und kleine Gaststätten. Man weiß ja nie, wann der große Durst kommt :-)

Füssen ist immer ein Besuch wert. Mit den kleinen Gassen und vielen Kneipen, Restaurants und Café´s ist es eine schnukkelige Kleinstadt.  Unsere Urlaubstage im Ostallgäu verbrachten wir mit vielen Rad(ler)-Touren in sengender Hitze, einer Bergtour und einem Besuch des Schlosses Neuschwanstein. Während unseren Rad-Touren hüpften wir immer wieder in den Forggensee und probierten fast jede Badestelle aus. Und wenn wir noch nicht genug hatten, so hüpften wir noch kurz vorm Abendessen in das kühle Nass. Wir hatten nämlich von unserem Campingplatz aus eine ca. 200 m entfernte Badestelle, die wir in Badeanzug und Badelatschen mit einem Handtuch über den Schultern, aufsuchten. Die lauen Abende verbrachten wir vor unserer Lore im Liegestuhl und hörten auf die Kuhglocken, die unweit von einer Weide zu uns uns hinüberdrangen. Für Belinda ist das wie Musik in den Ohren.

Doch wir hatten erst Halbzeit und rüsteten uns für das Karwendel. Hier soll ein Eldorado für Mountainbiker sein. Immerhin konnten wir im Allgäu doch ein wenig trainieren.  Unser Campingplatz befand sich in Krün an einem Biotop namens Tennsee. Wir hatten einen herrlichen Stellplatz auf einer Terrasse gelegen und somit einen wunderbaren Blick auf die Gebirgskette des nördlichen Karwendels, des Wettersteingebirges und des Esthergebirges. Noch am Tag der Ankunft sprangen wir wieder auf die Räder und waren ganz gespannt auf die für uns unbekannte Gegend. Hier fanden wir unseren Lieblingsee. Den Barmsee. Von der -auch wieder frei zugänglichen- Badestelle hat man ein Blick auf die komplette Kette des nördlichen Karwendels. Man schwimmt sozusagen in die Berge hinein. Dieser Badesee sorgte für unsere allabendliche Abkühlung, da nur 2 Km vom Campingplatz entfernt.

Auch in dieser Gegend brannten unsere Oberschenkel von den vielen Höhenmeter. Doch auch unsere Wanderschuhe sollten hier nicht unbeachtet bleiben und so erkundeten wir das nördliche Karwendel mit einer Bergtour. Dafür fuhren wir mit der Karwendelbahn von Mittenwald aus in 2244m Höhe hinauf. Bevor es zum Abstieg über das Dammkarr ging - eine Skipiste im Winter - gingen wir durch den ca. 700 m langen Ski-Tunnel. Der Abstieg durch das geröllige Dammkar war nicht einfach. Eine kurze Erfrischung an der Dammkarrhütte stärkte uns wieder, sodass wir noch einen Umweg über die Hochlandhütte nahmen. Der Umweg rächte sich, denn unsere Muskeln wurden immer müder und der Rückweg wurde immer länger. Doch der Gedanke, in das kühle Nass in unserem Lieblingssee zu springen und anschließend ein kühles Bierchen dort zu trinken, belebte unsere müden Beine wieder.

Nicht vergessen zu erwähnen ist der Lautersee. Auch hier erfrischten wir uns während einer Mountainbike-Tour. Er liegt oberhalb von Mittenwald, man muss also erst mal in die Pedale treten, um dort hin zu gelangen. Doch auch diese Höhenmeter lohnen sich.

Der Abschied von diesem Urlaub fiel uns schwer. Er macht Lust auf Me(h)r. Es gibt noch so viele Seen, die wir in dieser Gegend erkunden können...

 

 

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