BMW Frankfurt Marathon 2013

Endlich. Nach einigen gesundheitlichen Rückschlägen in den letzten 4 Jahren durfte ich am 27.10.2013 beim BMW-Frankfurt-Marathon am Start stehen. Und zu meiner größten Überraschung und Freude war Achim mit von der Partie. Er hat sich nämlich klammheimlich auch angemeldet. Alle haben´s gewusst, nur ich nicht. Freunde, Bekannte und sogar Kollegen wurden eingeweiht. Achim hat die komplette Vorbereitung mit mir gemeinsam gemacht. Angefagen vom Fahrtenspiel im Wald bis hin zu den langen Läufen an der Lahn und Nidda. Dass er damit nur ein ganz bestimmtes Ziel verfolgte, kam mir nicht in den Sinn. Doch hin und wieder beschlich mich schon ein eigenartiges Gefühl, zumal, wer läuft freiwillig 30 km, ohne sich auf einen Marathon vorzubereiten? Und als er dann mit einem dicken Grinsen im Gesicht und seinen Startunterlagen vor mir stand, war mir alles klar.

Und so fuhren wir erwartungsvoll sonntags nach Frankfurt, fanden unseren kleinen Fanclub in all dem Gewühl (meine Mama und Arbeitskollegin Petra H.) und warteten nur noch auf den Startschuss. Nach ca. 1 Km trennten sich unsere Wege, jeder sollte sein eigenes Tempo laufen. Ich fing den Lauf viel zu schnell an, die Masse treibt einen doch mit. Musste mich immer wieder zügeln, denn ich wusste, die Körner brauche ich später noch. In Nied bei Km 26 hörte ich die Stimme des Moderators Hubert K., der Achim vor der Zuschauermenge begrüßte. Ich war sehr erstaunt, dass ich Achim eingeholt habe. Irgendwas stimmte nicht. Sofort stoss ich ein kurzes Gebet gen Himmel: bitte lass es nicht sein Knie sein. Auch Hubert begrüßte mich nach dem Motto: und die nächste Lorenz kommt. Das musste Achim gehört haben, denn er wartete auf mich. Ich konnte somit fragen, was los sei. Es war der Magen. Ihm war übel, schwindlig und er hatte Magenschmerzen. Er konnte nur noch gehen, selbst langsames Traben ging nicht mehr. Schweren Herzens zog ich weiter. Bei Km 34 stand unser Lauffreund Gunter Sch. am Straßenrand, wenige Meter dahinter meine Arbeitskollegin Katrin M., die mich lauthals anfeuerte. Ich bejubelte jedes Kilometerschild und war stolz, überhaupt solch eine Strecke zu meistern. Die letzten Kilometer verliefen nochmal durch die Innenstadt, an der alten Oper vorbei. Und dann hieß es nur noch 2 Kilometer bis zum Ziel. Ich genoss jeden Meter. Bei Km 41 nahm der Wind in den Häuserschluchten  gewaltig zu, so dass ich meine Kappe verlor. Doch zurücklaufen wollte ich nicht mehr. Ich wollte nur nach vorne. Mit einem Jubelschrei und hochgerissenen Armen hüpfte ich nach 4:23 Std. über die Ziellinie. Achim kam nach 4:50 ins Ziel. Er war froh, überhaupt gefinisht zu haben. Er mochte im Zielbereich noch nicht mal ein Bierchen trinken, und das heißt schon was. Ich kann nur sagen: nach dem Marathon, ist vor dem Marathon.........

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