Toblach im Hochpustertal...Klappe...die Vierte

So langsam läuft Toblach Oberstdorf den Rang ab (liegt es etwa an dem besseren Wetterverhältnissen?) Da es uns vor zwei Jahren im winterlichen Toblach so gut gefallen hat und wir noch nicht alle Loipen des großen Langlaufgebietes unter unseren Skiern hatten, führte uns der Weg wieder hierher. Sogar die Ferienwohnung, die wir bereits vor zwei Jahren bewohnten, war noch frei. Doch nicht nur die Loipen wollten wir in Angriff nehmen, sondern auch mal winterwandern stand auf unserem Plan. Mal sehen,was daraus wird.

Im Jänner 2013 meint es Frau Holle wohl besonders gut mit uns. Zwei Tage mit ergiebigem Schneefall verwandeln das Hochpustertal in eine weiße Wintertraumlandschaft. Doch so richtig schön bei Schneetreiben, wenn der Schnee einem frontal ins Gesicht peitscht, ist das nicht. Es fühlt sich an, wie tausend Nadelstiche. Unsere erste Rutschtour führte uns von der Nordic Arena bis zum Dürrensee. Kurz hinter diesem See ist die Wendemarke, wo wir uns erstmal mit selbstgeschmierten Broten und heißem Tee stärkten. Eine unserer nächsten Tour, die wir in den kommenden Tagen machen möchten, fällt uns bereits in Form eines Wegweisers an: Cortina.
Bis zum Wendepunkt trug uns der Wind noch über die eine oder andere Kuppe, doch nun blies er uns mit all seiner Macht Schneeflocken wie Stecknadeln entgegen. Nach 5 Stunden kamen wir zitternd vor Kälte an der Arena an.

Winterwanderung zum Toblacher See

Eine Wanderung unter verschneiten Bäumen führte uns zum Toblacher See. Wir starteten in Toblach direkt, warfen einen kurzen Blick in die Nordic Arena und in ein riesengroßes Iglu, wo Parties stattfinden. Eine Runde um den See mit immer mehr tanzenden Schneeflocken vor unseren Gesichtern und wieder zurück nach Toblach. So eine Wanderung machte Lust auf Kaffee und warmen Apfelstrudel, den wir genüsslich zu uns nahmen.

Die Königsetappe -diesmal von Cortina/Fiammes nach Toblach-

26 Km Gesamtstrecke lagen vor uns. 10 Km bis zum Pass Cimabanche xx Hm und von dort 16 Km talwärts nach Toblach in die Arena.

Mit müden Beinen schleppten wir uns Höhenmeter für Höhenmeter mit der Sonne im Rücken und strahlendblauen Himmel zum Pass hinauf. Wir mussten oft anhalten und unseren Blick der faszinierenden Berglandschaft widmen. Zur selben Zeit fand an der Tofane das berühmte Abfahrtsrennen der Damen statt. Durch zwei Tunnels und an stillgelegten Bahnstationen aus den Jahren xx vorbei, erreichten wir den höchsten Punkt der Strecke. Die letzten Tage spürten wir in den Beinen, doch ab jetzt ging es ja nur noch bergab. Trotzdem liegen immerhin noch 16 Km vor uns, bis wir die Arena in Toblach erreichen sollten.

Ausflug nach Sexten

Obwohl wir vorhatten, keine 5 Stunden unterwegs zu sein, blieben wir nur knapp über unserem Ziel. Von Toblach aus ging es diesmal in eine andere Richtung. Wir rutschten über Innichen bis nach Sexten. Wieder hieß es, 500 Hm auf ungewohntem Terrain zu meistern. Immer Ausschau halten nach kleinen Mitbringseln für unser gemütliches Zuhause, sausten wir dem Ausgangspunkt Toblach entgegen. Das gefundene Mitbringsel ist demnächst bei uns zu Hause zu sehen.

Wer bremst verliert...

...oder landet kopfüber im Schnee Ausgangspunkt eines weiteren Langlauftages war diesmal Schmieden im Pragser Tal. Unser Ziel war der Pragser Wildsee, den wir bereits von einer Wanderung im Sommer 2010 kannten. Es gingen 6 Km durch eine traumhaft schöne Tallandschaft, stetig und teilweise steil bergauf. Auch im Winter kommt dieses Fleckchen Erde einer romantischen Kulisse gleich. Bei einigen Anstiegen waren wir geistig schon bei der Abfahrt  Bei klirrender Kälte und dem ewigen Knarren und Quietschen unter den Skiern erreichten wir den eingefrorenen Pragser Wildsee, wie er eingebettet in den Bergen liegt. An eine lange Rast war hier nicht zu denken, da die Sonne bereits sehr tief stand. In den letzen Sonnenstrahlen -schon wieder in Richtung Ausgangspunkt - stärkten wir uns erstmal mit heißem Tee und lecker Broten.

Eine steile Abfahrt mit einer Kurve zum Schluss hatte Achim es angetan. Mit großem Selbstvertrauen und nach dem Motto "wer bremst verliert" ließ er die Skier einfach laufen. Doch die Kurve kam immer näher, die Geschwindigkeit wuchs, ein Skier zum Bremsen wurde aber nicht rausgestellt und so siegte die Physik. Achim kam aus der Spur, überschlug sich, und landete kopfüber in einem zugeschneiten Bachlauf. Belinda, die das Ganze von oben sich angeschaut hat, konnte sich vor Lachen nicht mehr halten (natürlich erst dann, als sie sah, dass Achim nichts passiert war). Danach rutschten wir gemütlich dem Ausgangspunkt entgegen.

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