Lieber laufen als faulen (Goethe)

"Ich laufe,
laufe gegen den Wind, durch den Regen,
der Drang zum Laufen, ich muss mich bewegen,

Ich laufe,
laufe weit, lang, so weit mich die Füße tragen,
es macht nichts mehr aus, ich muss mich nicht plagen.

Ich laufe,
laufe sinnend durch Wiesen, Wald und Flur,
ich spüre Glücksgefühle - Endorphine pur.

Ich laufe,
verdränge Probleme, meine Sorgen,
lebe nur jetzt, denke nicht an morgen.

Ich laufe,
die Anstrengung, der Wind, die Hitze,
ich laufe weiter, egal ob ich schwitze.

Ich laufe,
unendliche Weiten, unendlicher Raum,
die Vögel zwitschern, Hunderte von einem Baum.

Ich laufe,
im Nebel schimmert die aufgehende Sonne,
Freude pur, das Laufen ist eine Wonne.

Ich laufe,
über den Weg laufen Fuchs, Has und Maus,
war lang unterwegs, komm nach Haus,
ich bin gelaufen"

Runner's World 2/2000
Steffen Räßler, Karlsbad

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